Putencurry Ras el-Hanout

Von Sebastian
23.08.2020

Hier ist der Name Programm - es geht um ein Putengulasch, welches mit zweierlei Gewürzmischungen, einem Curry und dem nordafrikanischen Ras el-Hanout gewürzt ist. Am Ende steht ein leckeres Gericht mit orientalischen und fremdländischen Aromen.

Der Begriff Curry wird hier bei uns mit einem Gewürz gleichgesetzt, dabei bezeichnet er eigentlich ein Gericht. Curries stammen aus dem südostasiatischen Raum und zeichnen sich durch intensive Aromen aus. Die eingesetzten Gewürze sind dabei im Wesentlichen gleich, allerdings unterscheiden sich die Mengen und es hat bestimmt jede Familie eine eigene Mischung.

Dagegen stammt das Ras el-Hanout aus Nordafrika. Der Begriff bezeichnet eine bestimmte Gewürzmischung, ebenfalls sehr intensiv, die typischerweise für Couscous, Bulgur und Reis, aber auch Lamm, Fisch und Gemüse verwendet wird.

Hier nutze ich sowohl eine Currymischung, als auch ein Ras el-Hanout für ein leckeres, intensiv aromatisches Putengulasch und das sind die Zutaten:

600g Putengulasch aus der Keule
600g Gemüsezwiebeln
800g Dosentomaten
ein paar frische Tomaten
10g Ingwer
3 Knoblauchzehen
2 EL Ras el-Hanout
2 EL Curry-Pulver
Safran
1 Bund frischer Koriander
1 Bund frische Petersilie
Olivenöl extra vergine
Geflügelbrühe
Salz, Pfeffer zum Abschmecken


Beim Fleisch habe ich mir von Dasenbrock Oberkeulen von der Phina-Pute besorgen lassen. Durch bessere Haltung der Tiere in kleinen Gruppen, langsameres Wachstum und besonders durch die Fütterung mit Mais bekommt die Phina-Pute eine feinere, deutlichere Fleischstruktur sowie einen intensiveren Geschmack.
Dieses Putenfleisch hat einfach eine fantastische Qualität, einen ganz tollen Geschmack!

Erst einmal wird das Fleisch in mundgerechte Stücke geschnitten, die Zwiebeln in Halbringe und der Knoblauch gewürfelt. Den Safran lässt man in einem kleinen Glas mit Geflügelfond ziehen.

Dann brät man das Fleisch in einem Bräter scharf an und gibt dabei bereits das Ras el-Hanout und die Currymischung dazu. Jetzt folgen die Zwiebeln, die einfach oben auf dem Fleisch verteilt werden. Einen Deckel auf den Topf geben und alles für 10-15 Minuten bei mittlerer bis hoher Hitze schmoren lassen, bis die Zwiebeln weich sind.

Dann folgen der Ingwer, der gewaschen und mit Schale in den Topf gerieben wird, der Knoblauch, die Dosentomaten und der Safran. Gut durchrühren, den Deckel auf den Bräter geben und bei mittlerer Hitze für eine Stunde schmoren lassen.
Da das Wetter gut war, habe ich wieder einmal im Garten gekocht, geschmacklich macht das aber natürlich keinen Unterschied zur Küche.
Das Schmoren geht auf dem Herd, besser aber noch im Backofen bei ca. 140 °C Umluft. Bei Bedarf zwischenzeitlich etwas Brühe nachgießen.

Nach einer Stunde gibt man die frischen Tomaten in kleine Stücke geschnitten und die gehackten Kräuter (Petersilie und Koriander) hinzu. Nochmals für 20-30 Minuten im Oden köcheln lassen.

Eigentlich wollte ich das Gulasch mit Reis servieren. Durch Zufall war ich dann allerdings in der Bäckerei Blankenhaus, der Brotmanufaktur und habe frische Pita-Brote bekommen. Handwerklich hergestellte Backwaren, da habe ich nicht mehr an Reis gedacht und keinen mehr gebraucht.

Ein leckeres Gulasch, saftig-zartes Putenfleisch, intensive Gewürze und dann einfach mit diesem tollen Brot die Soße tunken - herrlich!

Dieses Gericht ist so einfach zuzubereiten, das müsst Ihr einfach probieren. Ich wünsche dazu nur noch guten Appetit.

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