Schweinerückensteak mit einer sauer angesetzten Pfefferrahmsoße, frittierten Pilzen und Kartoffelchips

Von Sebastian
17.05.2020

Ein saftiges Schweinerückensteak, zart, mit schönen Röstaromen und rosa im Kern. Dazu eine leckere Soße und schöne Beilagen. Das erfreut den Gaumen und das Auge.

Bei Schweinerücken, wie auch bei Schweinefilet, muss man aufpassen, dass es nicht trocken wird. Wenn man es aber wie ein Rindersteak zubereitet, bekommt man mit Sicherheit ein tolles und saftiges Ergebnis.

Ich habe mir hier einen schönes Stück aus dem Schweinerücken geben lassen. Gutes Eichenhof-Schweinefleisch, da weiß man wirklich was man hat!
Daraus habe ich drei 2 Finger dicke Steaks geschnitten. Diese wurden leicht gesalzen und dann in der gut durchgeheizten Pfanne, in Pflanzenöl, angebraten. Für den guten Geschmack habe ich noch einen Stich Butter mit dazu gegeben und das Fleisch mit einem Löffel immer wieder übergossen.

Wenn die Röstaromen passen, nimmt man das Fleisch aus der Pfanne, sticht ein Kerntemperatur-Thermometer hinein und gart es im Backofen, bei 120-130°C Umluft, fertig. Ich bevorzuge dabei ein Kerntemperatur von 58-60°C. Dann ist das Fleisch noch rosa bis zart-rosa-weiß (wie auf den Bildern).

Für die Soße habe ich die folgenden Zutaten verwendet:

250 ml Kalbsfond
50 ml Calvados (Brandy oder Cognac)
150 g Crème Fraîche
1 EL Senf (Dijon Senf)
2-3 EL eingelegter, grüner Pfeffer
Stich Butter
Salz, Pfeffer

Ich liebe Boeuf Stroganoff, welches ebenfalls sauer abgeschmeckt wird. Mir kam der Gedanke einmal eine Pfefferrahmsoße sauer abzuschmecken. Das ist bestimmt nicht jedermanns Sache, mir hat es sehr sehr gut geschmeckt!

Dazu habe ich den Bratansatz, nachdem das Fleisch aus der heißen Pfanne genommen war, mit dem Calvados abgelöscht, leicht reduziert und dann nach und nach mit Fond angegossen. Dann den Senf und die Créme Fraîche dazu gegeben und glatt gerührt. Durch den Senf bekommt man schon eine schöne Bindung und den sauren Geschmack. Dann erst kommt der grüne Pfeffer dazu (vorher gut abtropfen lassen).
Auf kleiner Flamme weiter köcheln lassen, bis die Steaks ihre Temperatur erreicht haben und fertig sind.

Dann gibt man die Steaks und den ggf. beim backen ausgetretenen Fleischsaft zusammen mit einem Stich Butter in die Soße und lässt alles nochmal gut nachziehen - fertig!

Als Beilage habe ich mir ein paar Pilze frittiert. Dazu habe ich extra kleine, frische Champignons gekauft. Von diesen habe ich den Stiel in einer Fläche zur Unterseite abgeschnitten. Dann werden die Pilze leicht befeuchtet und in einer Schale mit Stärke überpudert und durchgeschwenkt. Die Stärke bildet beim Frittieren eine leichte Kruste, so dass sie die Pilze nicht zu sehr mit Fett vollsaugen.

So werden die Champignons bei 180°C frittiert, bis sie eine gold-braune Farbe annehmen.

Und wenn so eine Fritteuse schon mal da ist, kann man auch gleich noch ein paar Kartoffelchips, aus frischen Kartoffeln, als Beilage zubereiten.

Insgesamt ein sehr leckeres Essen, bestimmt auch geeignet, um Gästen eine Freude und einen Gaumenschmaus zu bereiten.
Probiert es aus und guten Appetit.

Drucken

Das könnte Sie auch interessieren

Von Sebastian | 09.04.2020
Königsberger Klopse sind für mich auch eine echte Kindheitserinnerung. Zwar habe ich die Kapern damals nicht gemocht, das Gericht selber aber zahlte stets zu meinen Lieblingen. Die Klopse und die typische helle Soße sind eigentlich ganz leicht zu machen und die Kapern könnte man ja notfalls auch weglassen - wobei ich sie inzwischen mag und hier nicht missen möchte.
Von Sebastian | 03.05.2018
Vom Entrecôte hat jeder schon einmal gehört, vom Ribeye ebenso, aber wo liegt der Unterschied? Gibt es überhaupt einen Unterschied? Außerdem möchte ich die Chance ergreifen ein paar Worte zu Fett, besonders zu intramuskulärem Fett zu sagen.
Von Sebastian | 21.05.2018
Der größte Teil des in Deutschland angebotenen Lammfleisches kommt wohl aus Australien - klar, dort gibt es viel Platz für große Herden und das Fleisch kann günstig produziert werden. Das Fleisch ist auch sicherlich nicht schlecht, allerdings kein Vergleich zu der Qualität, die wir im Norden unseres Landes bekommen können. Wer schon einmal an der friesischen Küste im Urlaub gewesen ist, wird die Herden sicherlich gesehen haben, auf den Deichen und auf den Wiesen direkt am Meer. Die Schafe leisten dort einen wertvollen Beitrag zur Deichpflege und bekommen auf diese Weise lange Weidezeiten. Frisches, saftiges grünes Gras und die salzige, gute Seeluft. So reift ein Produkt heran, das unter den Gourmets, nicht nur in Deutschland, sehr gefragt ist. Die Qualität von Salzwiesenlamm ist unvergleichlich, ein wahrer Genuss!

Angebote & News per E-Mail

Exklusive Angebote sichern

Newsletter abonnieren