Buletten von der Kohlwurst mit Senfkruste und Dicke-Bohnen-Mousse

Von Sebastian
01.11.2020

Ich liebe Kohlwurst, üblicherweise geräuchert und als Einlage in einem deftigen Eintopf. Sie ist aber auch gerillt sehr lecker, etwas Senf dazu, perfekt. Hier habe ich die Wurst roh und ungeräuchert für Buletten verwendet. Saftig, würzig, ein Träumchen!

Die Mousse habe ich kürzlich im Fernsehen gesehen und sie hat mir gleich zugesagt. Dicke Bohnen gehören einfach zur guten Hausmannskost, als Mousse zubereitet sind sie modern und raffiniert umgesetzt.

Hierzu habe ich die folgenden Zutaten verwendet:
ca. 500g Dicke Bohnen (aus dem Glas)
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2-3 EL Crème Fraîche
5 Zweige Bohnenkraut
5 Zweige Petersilie
weißer Balsamico Essig
Gemüsefond
Salz

Die Bohnen werden aus dem Glas in ein Sieb gegeben, mit Wasser gespült und anschließend lässt man sie abtropfen. Die Zwiebel und der Knoblauch werden fein gehackt, Bohnenkraut und Petersilie gewaschen.

Dann werden die Zwiebel und der Knoblauch zusammen in einem Topf glasig gebraten. Dazu nimmt man am Besten ein neutrales Pflanzenöl. Hier kann man das Bohnenkraut auch gleich mit dazu geben.

Wenn die Zwiebeln schön glasig sind, kann man die Bohnen und einen guten Schuss Fond dazu geben. Außerdem sollte man jetzt schon ein wenig salzen - aber Vorsicht, damit es in der Mischung mit dem Fond nicht zu salzig wird.
Einen Deckel auf den Topf geben und die Bohnen bei mittlerer Hitze für 10-15 Minuten garen.

Anschließend gibt man die Petersilie und die Crème Fraîche dazu, lässt alles nochmal auf Temperatur kommen, bevor man alles püriert. Das Geht mit einem Pürierstab, noch feiner und gleichmäßiger wird es im Mixer. Bei Bedarf kann man noch mal etwas Fond dazu geben.

Jetzt noch mit Salz und Essig abschmecken, fertig.

Eine rohe, ungeräucherte Kohlwurst ist schon etwas Besonderes und nicht unbedingt typisch. Ich mag sie aber sehr, immer täglich frisch gemacht und lecker mit Zwiebel abgeschmeckt.
Außerdem ist die Wurst leicht gepökelt, wodurch sie beim garen eine schöne Rotfärbung bekommt und besonders saftig bleibt.

Ich lege mir eine solche Wurst auch sehr gerne einmal in den Grill oder natürlich in den Grünkohl. Hier habe ich das Brät aber einfach aus dem Darm geschnitten und zu Buletten geformt.
Dann wird eine Seite mit Senf bestrichen, wobei mir der milde, leicht süße Honigsenf dazu besonders gut schmeckt.

Die Senfseite wird noch leicht mehliert, bevor man die Buletten mit dieser Seite nach unten in die heiße Pfanne gibt. Zum Anbraten nutze ich hier Albaöl, da es einen schönen Buttergeschmack hat und etwas weniger spritzt.
Sobald sich die Senfkruste vom Pfannenboden löst werden die Buletten gedreht und man gibt einen Deckel auf die Pfanne. Die Hitze zurück nehmen und das Fleisch bei mittlerer Hitze für 10-15 Minuten fertig garen.

Wenn mir meine Mutter in Kindertagen Buletten bzw. Frikadellen gemacht hat, hat sie mir das Öl schon damals mit auf den Teller gegeben. Schön mit einigen Bratspuren aus der Pfanne, das gibt nochmal Geschmack.

Am Anschnitt der Bulette kann man sehen, wie saftig das Fleisch noch ist und wie schön sich die leichte Rotfärbung ausgebildet hat. Roh mag die Wurst vielleicht nicht so ansprechend aussehen, aber zubereitet ist sie doch ein toller Anblick und ausgesprochen lecker ist sie sowieso!

Zusammen mit dem Bohnen-Mousse, das müsst Ihr probieren. Ein schnell und einfach zuzubereitendes Gericht, gute Hausmannskost, aber sehr lecker.
Da sage ich doch einfach "Guten Appetit!"

Drucken

Das könnte Sie auch interessieren

Von Sebastian | 16.02.2020
Die einen lieben Hühnerfrikassee, anderen wurde die Lust darauf durch schlechtes Kantinenessen und noch schlechtere Fertiggerichte vergällt. Dabei ist das wirklich eine leckere Sache, die man auch gut in großen Portionen zubereiten und auf Vorrat einfrieren kann. Hier zeige ich Euch meine Version von Hühnerfrikassee und die startet natürlich, ganz traditionell, mit einer handgemachten, kräftigen Geflügelbrühe.
Von Sebastian | 29.01.2021
"Tut gut, schmeckt gut" damit könnte man es schon auf den Punkt bringen und würde diesem traditionellen Gericht doch nicht gerecht werden. Mit guten Zutaten und ein wenig Zeit kann man viel aus diesem einfachen Gericht herausholen. Schaut sie Euch doch mal an, meine Hühnersuppe ...
Von Sebastian | 14.03.2021
Hier wird es fischig, ein wenig aufwändiger und verspielter, aber gewohnt lecker.

Angebote & News per E-Mail

Exklusive Angebote sichern

Newsletter abonnieren