Brezen-Pilz-Knödel

Von Sebastian
29.09.2019

Zugegeben, hier geht es einmal nicht um das Thema Fleisch, was für den Blog einer Metzgerei ungewöhnlich sein mag. Aber ein gutes Stück Fleisch wird durch eine tolle Beilage doch erst so richtig hervorgehoben und ein tolles Menü bedarf einer guten Vorspeise.

Ich liebe Knödel in allen Variationen, als ich jetzt ein tolles Pilzpulver bekommen habe, habe ich überlegt, was ich damit zaubern könnte und heraus kamen diese Knödel - eine ganz tolle Vorspeise!

Das Pilzpulver habe ich von einem Freund bekommen, der gerne Pilze sammelt und diese teilweise auch trocknet. Solche getrockneten Pilze hat er dann einfach im Mixer fein pulverisiert.
Wer selbst keine Pilze sammelt und keinen solchen Freund hat, kann natürlich einfach getrocknete Pilze kaufen und diese dann selber zu Pulver verarbeiten.

Insgesamt braucht man für dieses Rezept:

250g Laugengebäck
100g Pilze
1 kl Zwiebel
2 Eier
250ml Milch
Petersilie
1 Prise Salz
2-3 TL Pilzpulver

Außerdem benötigt man noch 100g Butter und Parmesan als Topping.

Die Pilze habe ich klein gewürfelt und mit einem Stich Butter in die Pfanne gegeben ... sie durften etwas Farbe nehmen, bevor die gewürfelten Zwiebeln dazu kamen. Alles zusammen etwas Farbe nehmen lassen.

In der Zeit kann man das Laugengebäck (andere trockene Brötchen gehen natürlich auch - Brot ebenso) würfeln und die Petersilie (nur die Blätter) hacken.

Die Eier werden mit 200ml Milch und dem Salz verrührt. Die restliche Milch stellt man erst einmal beiseite.

Dann gibt man alles zusammen in eine Schüssel und verknetet die Zutaten zu einem schönen Teig. Bei Bedarf kann dann noch Milch zugegeben werden, der Teig sollte aber nicht zu feucht und nicht zu weich sein, damit er später gut zusammen hält.

Abgedeckt für eine halbe Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen.


Nach dieser Zeit kann man kleine Knödel formen (diese gehen beim Kochen noch etwas auf) und in siedendes Salzwasser geben. Nach ca. 20-30 Minuten sind die Knödel fertig.

Dazu habe ich braune Butter gemacht. Dafür werden die 100g Butter in einem Topf erhitzt. So treibt man einerseits das Wasser aus, das enthaltende Eiweiß trennt sich aber auch ab und legt sich auf den Boden des Topfes.

Jetzt die Hitze etwas reduzieren und die Farbe genau im Auge behalten. Wenn das Eiweiß im Topf verbrennt und die Butter zu dunkel wird, schmeckt sie schnell bitter. Goldbraun sollte sie sein, so entwickelt sich der typisch nussige Geschmack.

Man gibt ein wenig der braunen Butter in einen tiefen Teller (oder eine flache Schale), legt einen Knödel dazu und reibt etwas Parmesan darüber. Fertig ist eine tolle Vorspeise!

Probiert es doch einfach mal aus, es lohnt sich - ich wünsche wie immer guten Appetit!

Das könnte Sie auch interessieren

Von Sebastian | 15.12.2019
Die Palme des Nordens, die friesische Palme, oder auch Winterkohl, Federkohl, Braunkohl und noch einige mehr - Namen hat dieser Kohl viele. Grünkohl ist etwas, was für mich einfach in den Winter gehört. Wenn der erste Frost durchs Land gezogen ist, wächst die Lust auf einen schönen kräftigen Grünkohl-Eintopf. Varianten gibt es da so einige und hier kommt meine - Grünkohl süß-malzig-deftig.
Von Sebastian | 08.11.2018
Eine gute Soße ist das i-Tüpfelchen eines guten Essens, viele Gerichte kann man sich ohne Soße gar nicht vorstellen. Sie rundet ein Gericht erst richtig ab, setzt Akzente und verbindet das Fleisch mit den Beilagen. Und die Basis vieler guter Soßen ist der Fond. In manchen Speisen, wie einem guten Risotto, ist der Fond sogar Hauptkomponente.
Von Sebastian | 29.01.2019
Involtini sind im Grunde italienische Rouladen. Die bekannteste Form der Involtini sind Saltimbocca, Kalbsrouladen mit Schinken und Salbei. Hier möchte ich eine kleine Variation vorstellen, die schnell gemacht ist. Kalbfleisch mit Schinken, Parmesan und Basilikum in einem leckeren Pilzrahm, mit selbst gemachten Spätzle.

Angebote & News per E-Mail

Exklusive Angebote sichern

Newsletter abonnieren